Das Bewegungsteam stellt für unsere Werkstätten ein vielseitiges Angebot bereit. Es ermöglicht den Menschen, sich zu bewegen, sich zu spüren, zu entspannen und Neues zu lernen.  Um körperliche und geistige Gesundheit zu fördern, bieten Franzi, Samuel und Kathrin individuelle Einzel- und Gruppenstunden mit therapeutischem Charakter an.

Franzi ist dabei die Fachperson im Therapiebad und passt die Wasserstunden gezielt an: abschalten und sich treiben lassen, gelenkschonender Muskelaufbau, gestärktes Selbstbewusstsein durch das Erlernen verschiedener Schwimmbewegungen - das Element Wasser bietet eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten.

Samuels Angebot ist vielseitig. Er nutzt dabei die Räumlichkeiten und das Gelände am Ekkharthof und setzt bewusst Velotouren in die Umgebung ein. Seine Leidenschaft für Tanz und Bällen fliesst in all diese Bereiche ein, ob beim Jonglieren, Mannschaftssport, Spazieren, Tanztherapie oder bei anderem.

Für Kathrin sind basale Bewegungsangebote grosse Anliegen. Sie nutzt Kinästhetik um beispielsweise Rollstuhlfahrern die Möglichkeit zu bieten, ihren Körper in der Schwerkraft zu organisieren und auf dem Boden zu erkunden, wie sie ihre Bewegungsvielfalt und damit ihre Selbständigkeit erweitern können.

Wie sieht das nun in der Praxis aus?  Hier ein kleiner Einblick: Bewusst wählt Samuel für C. eine Velofahrt in den Wald. Auf dem Hasebike kann sie sich von ihm ziehen lassen. Wo da die Bewegung ist? Von aussen wenig sichtbar, denn auch die geistige und seelische Bewegung gehört zu den Zielen. Bewegung aus dem Beschäftigungsalltag, aus dem Gruppengefüge, zu sich selbst hin. Mit Feingefühl nimmt er wahr, wann C. sich entspannt und endlich einmal zur Ruhe kommen kann. Erfüllt und freudig kommen beide zurück an den Ekkharthof.

Weiterbildung zum Thema Hülsenfrüchte im Küchenteam

Unser Küchenteam hat kürzlich an einer praxisnahen Weiterbildung zum Thema Hülsenfrüchte teilgenommen. Ziel war es, die Vielfalt dieser wertvollen Lebensmittel besser kennenzulernen und neue Wege zu finden, sie schmackhaft und bekömmlich in unsere Menüs zu integrieren.

In kleiner Runde konnten verschiedene Rezepte ausprobiert und anschließend gemeinsam verkostet werden. Dabei wurde nicht nur gekocht, sondern auch viel über die richtige Zubereitung und die Verbesserung der Verträglichkeit von Hülsenfrüchten gelernt.

Hülsenfrüchte sind wahre Alleskönner: Sie sind vielseitig einsetzbar, liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Besonders empfehlen möchten wir unser Chili, das knusprige Knäckebrot sowie die überraschend leckere Cookie Dough-Variante.

Nicht jedes Gericht traf jeden Geschmack – so konnte das Dessert auf Basis von Hülsenfrüchten Matthias aus der Gruppe David nicht ganz überzeugen. Aber wie heißt es so schön: Geschmäcker sind verschieden!

Rezepte mit Hülsenfrüchten

Um das Leben einer Wohngruppe zu realisieren, müssen viele Prozesse gelingen. Einer davon ist die Organisation von Transporten. So auch in der Sonnenlinde in Berg. Täglich müssen Waren gebracht und auch weggebracht werden: Lebensmittel kommen, Papier, Metall und Altglas gehen. Bislang wurde dies meist mit dem Auto, manchmal zu Fuß erledigt. Nun haben wir ein Transportrad, mit dem Christian in Zukunft selbstständig Fahrten übernehmen wird. Dieses Transportrad ist nicht nur umweltfreundlich, sondern fördert auch die Selbstständigkeit und Mobilität der Bewohner. Momentan üben wir noch das sichere Überqueren der stark befahrenen Durchgangsstraße. Wenn alles klappt, wird sich Christian zur Belohnung wieder einmal mit einem per MetaTalk bestellten Cappuccino im Café Mohn verwöhnen.

Rezept-Tipp:

Aronia Apfel Chutney 500g

Rezept von Severin Brunner, Ekkharthof

Zutaten

2-3 Gläser je nach Grösse, 80g Zwiebel, 4 mittelgrosse Äpfel, ½ Zitrone (Saft), 250ml Aroniasaft, 12g Maizena, 1 EL Öl, 2 Stk. Wachholderbeeren, 2 Stk. Nelken, 1 Rosmarinzweig, 1 Prise Salz, 5g Ingwer frisch gerieben, ½ TL Curry scharf, 140g Zucker braun, 50ml Weissweinessig

Zubereitung

1. 2-3 Gläser je nach Grösse

– Sauber ausspülen und mit heissem sauberem Wasser befüllen. Auf ein Sauberes Geschirrtuch stellen (Öffnung nach unten)

2. 80g Zwiebel Rüsten und Fein hacken

3. 4 mittelgrosse Äpfel Schälen und In 5mm grosse Würfel schneiden

½ Zitrone (Saft) Mit Zitronensaft mischen

4. – 250ml Aroniasaft und 12g Maizena vermischen

5. 1 EL Öl

2 Stk. Wachholderbeeren

2 Stk. Nelken

1 Rosmarinzweig

1 Prise Salz

5g Ingwer frisch gerieben

½ TL Curry scharf

140g Zucker braun

50ml Weissweinessig

– Öl in eine Pfanne geben und alle Zutaten separat richten.

6. – Zwiebeln im Öl dünsten (ohne Farbe, aber weich)

– Nelken, Wacholder, Ingwer, Apfelwürfel und

– Zucker darin auflösen

– Mit Weissweinessig ablöschen

– Rosmarin, Curry und Salz dazugeben

– Aroniasaft mit Maizena dazugeben

– Kurz aufkochen lassen

– Abschmecken

– Chutney heiss in saubere, heisse Gläser abfüllen

– Deckel zuschrauben und auf den Deckel stellen, um auskühlen zu lassen

Vom 03.09. bis zum 12.09. durfte die Werkklasse des HPZ Lengwil einen ereignisreichen Aufenthalt im Diemtigtal im Berner Oberland geniessen. 

Wir starteten vom Ekkharthof aus und machten auf halbem Wege eine sonnige Pause in der Badi in Wangen. Mit Sonne, Wasser, Spielen und Entspannen hatten wir einen super Start und kamen mit guter Laune im Haus Enzian an. Dort ging es erstmal ums Auspacken, Ankommen Erkunden und den Hunger stillen. Die Aufregung und Vorfreude auf die kommenden Tage war gross! 

Die nächsten Tage waren abwechslungsreich und spannend. Bei gutem Wetter waren wir dran Wanderwege zu erweitern und mit entsprechendem Werkzeug konnten wir uns richtig auspowern. Wir sind mit unserer Arbeit sogar weitergekommen als ursprünglich geplant war, worauf natürlich alle sehr stolz waren.  

Gab es mal nicht so gutes Wetter fanden wir gute Alternativen, wie z.B. das Fussballspielen in der Turnhalle oder auch mal eine verdiente Erholung durch einen Filme-Abend.  

Ein Highlight war das Seilbahnfahren und einen anschliessenden Spaziergang zu einer Hütte, wo wir uns Zeit genommen haben für ein leckeres Getränk, Glace oder Kuchen und einen gemeinsamen Austausch. Im Anschluss gab es ein kleines Abenteuer mit einer Trotti-Fahrt zurück nach unten für die, die wollten. Das war aufregend!  

Vielen lieben Dank an die Küche für den Grillabend, womit wir diesen schönen Tag ausklingen durften! Das Essen war perfekt und die Atmosphäre sehr entspannt.  

Am 6. Tag hiess es: Halbzeit! Wir machten einen Ausflug nach Thun und erkundeten die Altstadt, wo wir Wassersportler und interessante Gebäude wie die Kirche sahen. Wir sind mit dem Schiff zurückgefahren und manche Betreuungspersonen sind den Heimweg angetreten, während andere neu dazu kamen.  

Ein weiteres Highlight: Die grosse Wanderung zum Wierihorn! Wie erwartet, sind hier so einige an ihre Grenzen gestossen und über sich hinausgewachsen! Bei mystischem Wetter sind 12 von uns die Wanderung angetreten und haben wunderschöne Ausblicke erleben dürfen. Die Motivation war gross, die Kräfte und die Anzahl der Personen schliesslich weniger. Auf 2.304 Metern sind wir dann zu siebt stolz am Ziel angekommen und konnten kaum aufhören vor Freude zu grinsen.   

In diesen 10 Tagen haben wir nicht nur tolle Ausflüge gemacht und wunderschöne Dinge gesehen und erlebt. Vor allem haben sich hier Freundschaften gestärkt, man hatte Zeit, um sich auszutauschen und sich untereinander besser kennenzulernen und es haben sich Ressourcen von den Schüler*innen herausgestellt, die bis dato nicht bewusst waren und deren Selbstbewusstsein gestärkt hat.   

Vielen Dank für diese schöne Zeit!