Der Ekkharthof steht seit vielen Jahren für sinnstiftende Arbeit, Kreativität und Gemeinschaft. Unsere Ateliers und Produktionswerkstätten sind ein wichtiger Teil des Alltags vieler Menschen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, stellen wir unsere Tagesstruktur schrittweise neu auf. 

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Neue Vorgaben und wirtschaftliche Anforderungen machen Anpassungen notwendig. Diese Veränderungen verstehen wir nicht als Verlust, sondern als Chance, unsere Arbeit langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. 

Gleichzeitig bleiben unsere Ateliers ein zentraler Bestandteil unseres Angebots. Das kunsthandwerkliche Arbeiten sowie die therapeutische Begleitung haben weiterhin einen hohen Stellenwert. Wir möchten diese Bereiche bewusst stärken und weiter ausbauen, damit Menschen bei uns nicht nur arbeiten, sondern sich auch kreativ entfalten und persönlich weiterentwickeln können. 

Von Eigenprodukten zur Lohnarbeit 

Ein wichtiger Schritt in unserer Weiterentwicklung ist die stärkere Ausrichtung auf Lohnarbeit. Das bedeutet: Statt vor allem eigene Produkte herzustellen, arbeiten wir künftig vermehrt im Auftrag von externen Kundinnen und Kunden. Dazu gehören zum Beispiel das Verarbeiten von Lebensmitteln, das Kochen von Marmeladen oder andere Tätigkeiten für Partner aus Wirtschaft und Industrie. 

Dabei bleiben unsere Werte unverändert. Handarbeit, Sorgfalt, Flexibilität und unsere langjährige Erfahrung mit Bio-Produkten stehen weiterhin im Mittelpunkt unserer Arbeit. 

Stabilität für die Zukunft 

Mit der neuen Ausrichtung schaffen wir eine solide Grundlage für die kommenden Jahre. Klare Strukturen, verlässliche Abläufe und eine verantwortungsvolle Planung helfen uns, unseren sozialen Auftrag nachhaltig zu erfüllen. 

Auch ein geplanter Neubau unterstützt diesen Weg. Er soll moderne Arbeitsplätze, bessere Lager- und Logistikmöglichkeiten sowie sichere Rahmenbedingungen ermöglichen. 

Gemeinsam in die Zukunft 

Der Ekkharthof bleibt ein Ort, an dem Menschen sich entfalten, lernen und sinnvolle Arbeit leisten können. Die aktuellen Veränderungen helfen uns, diesen besonderen Ort zu bewahren und weiter zu stärken. 

Wir danken allen Eltern, Angehörigen, Mitarbeitenden sowie Vorstand und Unterstützenden für ihr Vertrauen und ihre Begleitung auf diesem Weg. 

Gemeinsam gestalten wir eine gute Zukunft für den Ekkharthof. 

Unser Dienstleistungsportfolio

«Hauswirtschaft – Einer für alle, alle für einen.»

In unserer Hauswirtschaft leisten unsere Bewohnerinnen und Bewohner täglich wertvolle Arbeit. Mit Zuverlässigkeit, Sorgfalt und einem stetigen Blick für das Wesentliche sorgen sie dafür, dass unser Haus sauber, ordentlich und funktional bleibt. Viele Abläufe im Alltag wären ohne ihren Einsatz nicht möglich.

Ob beim Reinigen, Ordnen oder Unterstützen in verschiedenen Bereichen – jede Aufgabe wird verantwortungsbewusst ausgeführt. Die Resultate sieht man unmittelbar: Räume, in denen man sich wohlfühlt, Arbeits-bereiche, die bereitstehen, und ein Haus, das funktioniert, weil viele Hände mitarbeiten.

Neben der Arbeit spielt auch das Miteinander eine wichtige Rolle. In der Hauswirtschaft begegnen sich Menschen, unterstützen sich gegenseitig und halten zusammen. Freude, Einsatzbereitschaft, Humor und Teamgeist prägen den Alltag und stärken das Gemeinschaftsgefühl.

Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und danken: Sabrina, Julia, Debora, Christian, Astrid, Norman, Andy, Nova, Sabrina, Oli, Salvatore, Corinna, Eva, Martha, Josua, Manuela & Igor  für ihren täglichen Beitrag, der weit mehr ist als Routinearbeit.

Maria Buffelli – Mitarbeiterin Hauswirtschaft

In den vergangenen Wochen durfte der Ekkharthof ein ganz besonderes Projekt erleben:

Ein Filmteam von Special Olympics begleitete Marcel Schilling an mehreren Tagen bei uns vor Ort. Entstanden sind authentische Einblicke in seinen Alltag – vom Leben in der WG Frohsinn bis hin zu seiner grossen Leidenschaft, dem Snowboarden. Ziel der Produktion war es, Marcels Persönlichkeit und seine sportliche Leidenschaft so echt wie möglich zu zeigen. Besonders freuen wir uns auch über die aktuelle Anerkennung: Marcel wurde für den Thurgauer Sportpreis 2026 nominiert und erreichte bei der Wahl zum «Thurgauer Sportler des Jahres» den hervorragenden 4. Platz.

Herzlichen Glückwunsch Marcel!

Wenn Elvis die Bühne rockt – Minas Herzenswunsch geht in Erfüllung

«Viva Las Vegas!» – spätestens bei diesem Song hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Dank der Stiftung Sternschnuppe ging für Mina ein grosser Wunsch in Erfüllung: ein Wiedersehen mit «Elvis». Der Sänger Tommy King brachte als charismatischer Elvis-Interpret nicht nur Minas Augen zum Strahlen, sondern verwandelte den Festsaal kurzerhand in Graceland.

Mina, die seit Jahren ein Elvis-Fan ist, sang begeistert mit, tanzte und genoss jede Minute. Auch die anderen Gäste liessen sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken – es wurde gelacht, getanzt und kräftig applaudiert.

So wurde ein gewöhnlicher Freitagnachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis – ganz nach dem Motto: Elvis has not left the building.

Alexander Battaglia

Praktikum im JugendClub Ekkharthof

Seit Beginn dieses Schuljahres unterstützt Bartu als neuer Praktikant den integrativen JugendClub. Bartu besucht die Werkstufenklasse im Heilpädagogischen Zentrum Lengwil (HPZ) und befindet sich in seinem letzten Schuljahr. Nach den Sommerferien hat er sein Praktikum im JugendClub begonnen. Der JugendClub besteht seit zweieinhalb Jahren und findet zweimal im Monat ausserhalb der Schulzeit statt. Er wird von Elena geleitet, die auch im Schulinternat tätig ist. In dieser Zeit hat der JugendClub über 40 Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Ziel ist es, den Jugendlichen die Gesellschaft näherzubringen und ihre sozialen Kompetenzen sowie ihr Gefühl für die Gemeinschaft zu fördern.

In einem Interview mit einer Mitarbeiterin des Schulinternats berichtete Bartu, dass er die Jugendlichen beaufsichtigt und unterstützt. Er achtet darauf, dass sie sich sicher verhalten, gute Laune haben und ihre Wünsche berücksichtigt werden. Egal, ob er Getränke organisiert, Gespräche führt oder Elena bei der Planung hilft – Bartu ist immer mit Einsatz und Herz dabei. Wenn nötig, zeigt er auch Durchsetzungsvermögen: «Manchmal muss ich auch laut werden, wenn die Jugendlichen nicht hören», erzählt er mit einem Lächeln. Bartu arbeitet zweimal im Monat jeweils zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Stunden. «Es ist manchmal anstrengend, aber es macht mir viel Spass und ich fühle mich wohl», sagt er. Auch wenn die Arbeit unbezahlt ist, stört ihn das nicht. «Natürlich würde ich zu etwas Lohn nicht nein sagen», gibt er ehrlich zu, «aber ich verstehe, dass Elena mir kein Geld geben kann.» Mit seiner offenen, freundlichen Art ist Bartu schnell zu einem festen Teil des Teams geworden. Sein Engagement zeigt, wie wichtig Inklusion und gegenseitige Unterstützung im Alltag sein können – und dass Arbeit manchmal mehr bedeutet, als nur Geld zu verdienen.