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Im Ringen um Gestaltung mit Ton, Holz oder anderen Materialien können Seelenkräfte gestärkt und damit die Entwicklungskräfte des Kindes oder Jugendlichen
geweckt werden.
Plastische Formen werden nicht nur mit dem Auge
oder der Hand wahrgenommen, sondern unbewusst von unserem ganzen Leib mitgefühlt. Insofern kann das therapeutisch geführte Plastizieren z.B. mit Ton den ganzen menschlichen Organismus in seinen Funktionen
neu anregen, kräftigen und harmonisieren.
Ton ist schwer, stofflich und undurchsichtig, ist aber
bereit, jede Form anzunehmen. Mit ihm gestaltet das Kind Mulde und Wölbung, Fläche und Kante. Dadurch kommt
es zu einem Erlebnis der wirkenden Kräfte im Raum,
wie sie vom Innern der Form quellen oder von aussen auf sie einwirken.
Es sind dieselben Kräfte, die auch unsere Organe gestalten. Therapeutisches Plastizieren wird bei Krankheiten angewandt, bei denen das Erleben des eigenen Körpers oder der eigenen Aufbau- und Form-kräfte gestört ist.
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