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In der Bäder- und Hydrotherapie geht es darum, gestörte Funktionen unter
Wirkung von Reizen umzustimmen, die von aussen oder innen an den Organismus herangetragen werden. Dabei können Bäder in Form von Voll- und Teilbädern, Schwimmen im Hallenbad sowie diverse Kneippanwendungen zur Anwendung kommen, wobei man sich folgende Wirkungen zunutze macht:
• Thermische Reize (Wärme, relative Kälte):
Aktive oder passive Wärmebildung als chemischer Prozess, der Stoffwechsel, Kreislauf und Atemsystem beeinflusst.
• Hydrostatischer Druck:
Durch Zusammenpressen der Körperdecke wird der venöse Rückfluss zum Herzen begünstigst, was eine Entstauung des Gewebes und der Gefässe ermöglicht.
• Auftriebskräfte:
Verdrängung des Wassers und der Auftrieb des Körpers stehen in einem bestimmten Verhältnis zueinander, sodass z.B. eine Entlastungssituation für die Gelenke und Gefässe entsteht.
• Widerstand des Wassers:
Durch die Bewegungen im Wasser wird der Widerstand erhöht und dadurch die Muskulatur zu einer grösseren Arbeitsleistung aufgefordert, bei einer gleichzeitigen Reduktion des Gewichtes durch die Auftriebskräfte.
• Wasser als Träger von chemischen Substanzen (Öle, Mineralstoffe etc.):
Bei spezifischen Krankheitssituationen kann unter Zuhilfenahme bestimmter Substanzen Einfluss auf pathologische Prozesse genommen werden und somit der Umstimmungs- und Genesungsprozess beschleunigt werden. |