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Aktuelles

Reisebericht zum Weltkongress für Menschen mit Behinderung

Delegierte berichten von Ihrer Reise nach Jekaterinburg und von der Teilnahme am ersten Weltkongress für Menschen mit Behinderungen.

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Und los gehts!

Endlich, am 6. September ging unser grosses Abenteuer los.Wir, Mailyn, Sabrina, Urs, Christian, Vanessa und Maurus (Delegierten der WG Helios und Lukas) sowie 2 Begleitperson (Maria und Tatjana), flogen von Zürich über Moskau nach Jekatarinburg.

Die Reise verlief insgesamt gut. Alle waren aufgeregt und freuten sich auf das Kommende. Wir kamen in Jekatarinburg gegen 02.30 Uhr im Hotel an. Dort haben wir unsere Zimmer bezogen und sind dann ziemlich müde ins Bett gefallen.

Am Donnerstag konnten wir etwas länger schlafen und sind dann gemütlich und vor allem ausgiebig, Frühstücken gegangen. Gegen 13.00 Uhr wurden wir von «Gula» abgeholt (bei dem Kongress gab es viele freiwillige Helfer, welche die Gruppen begleiteten). Auf dem Weg zu der Eröffnungsfeier hatten wir Zeit, die Stadt anzuschauen. Das war sehr beeindruckend! Die Stadt ist sehr gross und vor allem sehr sauber. Man sieht wirklich keinen Abfall auf dem Boden herumliegen. Die Kathedralen der Stadt sind sehr hoch und schön. Ihre goldenen Dächer funkelten im Sonnenschein.

Grusswort von Präsident Putin

Um 17.00 Uhr begann die Eröffnungsfeier des Weltkongresses. Es gab viele Begrüssungen zu Beginn der Feier, unter anderem wurde auch der Hauptorganisator, Thomas Krause, begrüsst. Es gab ebenfalls ein Grusswort von Präsident Putin, das von einem russischen Vertreter der Regierung vorgelesen wurde. Danach kamen Fahnenträger mit Flaggen von allen beteiligten Ländern. Wir freuten uns, dass auch die Schweizer Fahne mit dabei war. Es waren 28 Länder vertreten und das verteilt auf 700 Teilnehmende. Viele der Länder führten unterschiedlichste Darbietungen auf. Ein Russischer Sänger, der die Sendung «Voice of Russland» gewonnen hatte, trat auch auf. Wir fanden den alle ziemlich toll. Weiterhin gab es noch eine akrobatische Rollstuhlgruppe, die einfach der Hammer waren! Einige hatten keine Beine, was sie aber nicht hinderte, mitzumachen. Was mich sehr beeindruckt hat, war die Gruppe aus Norwegen, die mit Handglocken, Gitarre und Handorgel Musik machten.

Workshops und Ausflüge

Am Freitag ging es dann mit den Workshops los. Ich, Mailyn und Tatjana gingen in den Workshop mit Argentinischen Volkstänzen. Christian und Maurus besuchten einen Kurs über Filmproduktion und Urs besuchte den Theaterworkshop. Sabrina und Maria waren beim Gesangsworkshop. Mailyn und mir hat es sehr gut gefallen. Wir haben zwei Tänze gelernt und obwohl wir die Sprache nicht verstanden haben, hatten wir viel Spass dabei. Wir wurden am Schluss sogar noch interviewt. Es war spannend, mit den verschieden Leuten aus all den Ländern zusammen zu sein und gemeinsam zu tanzen. Beim Mittagessen traffen wir uns alle wieder und jeder hatte was zu erzählen.

Am Nachmittag ging es dann auf einen Ausflug. Wir fuhren zu einem Hochhaus mit 52 Stockwerken. Die Aussicht war wirklich toll. Man konnte über die ganze Stadt sehen. Danach ging es weiter zur «Europa-Asien-Grenze». Wir hatten eine Touristenführerin dabei, die uns auch während der Fahrt interessantes über die Stadt erzählte. Auch an der Grenze gab es spannende Geschichten zu hören. Es fahren viele Hochzeitspaare zur Grenze und binden dort Bändchen an die Bäume, die Glück und Liebe symbolisieren sollen. Wir machten ein paar Fotos und bekamen ein Zertifikat mit unserem Namen darauf. Bei der Rückfahrt haben wir (ganz wichtig) das WM-Stadion gesehen. Einer war besonders glücklich darüber. Wir freuten uns alle mit ihm.

Am Samstag ging es dann bereits um acht Uhr los zu einem Podiumsgespräch. Das Thema an diesem Morgen war «Inklusion». Das bedeutet: Einschliessung in die Gesellschaft. Menschen mit und ohne Behinderung nahmen daran teil. Wir bekamen alle ein Übersetzungsgerät, so konnten wir alles auf Deutsch mithören.

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Mit Tanz Menschen erreichen

Am Nachmittag ging eine Gruppe zur Besichtigung in ein Eisenbahnmuseum und wir anderen sind im Kongresszentrum geblieben. Dort gab es einen «Spiel, Spass, Musik und Tanz-Nachmittag». Wir machten beim Tanzen mit. Es waren russische Kreistänze. Ich fand das super, auch wenn man die Sprache nicht sprechen konnte, so verstand man sich trotzdem gegenseitig. Denn mit Musik und Tanz erreicht man alle Menschen auf der Welt. Sonntag war dann der letzte Kongresstag. Es gab nochmals ein Podiumsgespräch. Danach wurden verschiedene kleine Videos gezeigt, von Menschen, wie sie im Alltag arbeiten. Zum Beispiel war da ein junger Mann, der eine geistige Behinderung hat und der Kindern Tanzunterricht gibt. Eine andere Frau, die im Rollstuhl sitzt, arbeitet in einem Kindergarten mit Kindern, die keine Behinderung haben. Das fanden wir gut, denn in diesem Alter sind Kinder neugierig, stellen Fragen, sind aufgeschlossener und haben keine Vorurteile, wie mancher Erwachsener sie schon hat. Es gab einen Herrn, der war nach einem Unfall an den Rollstuhl gebunden. Er war Chef von einer Holzfirma und stellt nur Menschen mit einer Behinderung ein. Er hat dabei nur positive Erfahrungen gemacht. Wir finden, das ist eine gute Sache.

Man hat den TeilnehmerInnen noch die Möglichkeit gegeben, sich über den Kongress zu äussern. Ich bin auch aufgestanden und habe für uns ein paar Dinge mitgeteilt. Ich habe mich bedankt, erwähnt, dass wir vom Ekkharthof kommen und es uns hier sehr gut gefallen hat. Danach war ich sehr aufgeregt, da mir erst jetzt klar wurde, dass ich vor so vielen Leuten spontan etwas gesagt habe.

Rasur, Frisur und Fertig

Nach dem Essen machten wir uns für den Ball, der am Abend noch stattfand, zurecht. Die Jungs rasierten und stylten sich und die Mädels gingen noch zum Friseur und liessen sich eine schöne Frisur machen. Jeder von uns sah super aus. Beim Ball angekommen, staunten wir über die vielen schönen Kleider und Frisuren der Anwesenden. Es gab traditionelle Tänze und jeder von uns hat mal getanzt. Christian war am meisten auf der Tanzfläche. Er hatte Spass und hat gerne mit vielen verschieden Damen getanzt. Den Ball fanden wir alle sehr schön. Bei sowas waren wir noch nie dabei. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung.

Am Montag brachen wir wieder auf in Richtung Heimat. Am Abend holte uns Marion vom Flughafen ab.

Eine grossartige Erfahrung

Die Tage am Weltkongress waren eine grossartige Erfahrung für uns und wir haben viel gelernt. Dass es so viele Menschen mit Behinderungen auf dieser Welt gibt und dass sie in dieser Schönheit, wie Russland, zusammen kommen, stärkt uns. Wir spüren, dass wir eine Bedeutung haben und wir auch vieles bewegen können. Wir hoffen, dass wir wieder einmal an so einem Kongress teilnehmen können und vielleicht sogar mitwirken können. Die Gastfreundschaft und Grosszügigkeit war von der Anmeldung bis zum Abflug deutlich spürbar.

Text: Vanessa Furegati, Christian Rutz / Bilder: Maria Bartl  




 

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